Pionierbataillon 2 hilft bei der Flutkatastrophe im "Alten Land"

Eine harte Bewährungsprobe hatten das PiBtl 2, die Schwimmbrückenkompanie 301, die PzPiKp 50 und weitere unterstellte Teileinheiten der Brigaden der 2. Panzergrenadierdivision 1962 zu bestehen. Auftrag: "Hilfe bei der Flutkatastrophe in Norddeutschland!" Vom 17. 2. bis 2. 3. 1962 war das Katastrophengebiet "Altes Land" südwestlich von Hamburg Einsatzgebiet.

Stunden um Stunden standen die Soldaten bis zu den Hüften, bis zur Brust im eisigen Wasser, unter einem unbarmherzigen Wind. Tag und Nacht saßen sie am Steuer der Einsatzfahrzeuge, in ihren Sturmbooten und Schlauchbooten, beladen mit Menschen und deren geretteter Habe.

Auszeichnung

Aus den Orten Rübke, Neuenfelde, Francop, Neugraben, Hohenwisch und den Gebieten darum wurden durch die Pioniere 270 Menschen und über 300 lebende Tiere als auch an die 1800 Tierkadaver geborgen. Zudem wurden Tag und Nacht die Straßen auf den Deichkronen instandgesetzt und etwa 30 Deichbrüche geschlossen.

Tierkadaver werden beseitigt Fluthilfe

Bildergalerie "Fluteinsatz PiBtl 2"      Bildergalerie "Einsatz der PzPiKp 50"

Herzlich von der Bevölkerung begrüßt, kehrte das Bataillon in seine Garnison Hann. Münden zurück. Der alte Leitspruch "Pionier - das schwarze Korps - tut sich unter allen vor", so sagte General Müller, Kommandeur der 2. Panzergrenadierdivision, habe auch heute noch seine volle Gültigkeit. Als sichtbare Anerkennung für den Flutkatastropheneinsatz verlieh der Divisionskommandeur 54 Soldaten des Standortes Hann. Münden in einem feierlichen Appell am 13. Dezember 1962 die Gedenkmedaille der Hansestadt Hamburg.

Rückkehr nach Hann. Münden

Zeitungsartikel (Ausschnitt)

Göttinger Presse (Ausschnitt) v. 5. 3. 1962

Filmdokumentationen "Die große Flut"

Video 1         Video 2

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